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Preiswürdige Eleganz

 Die vierte Auflage des prestigeträchtigen Concours d’Élégance im Schlossgarten von Coppet VD in der Nähe von Genf hatte Mathias Doutreleau einigen wichtigen Jubiläen gewidmet: 100 Jahre Bentley, 100 Jahre Citroën, 110 Jahre Bugatti, 125 Jahre Delahaye, 100 Jahre Henry Chapron und 60 Jahre Mini. Die zwei Jurys unter Leitung des Bugatti- Designchefs Achim Anscheid legten in diesem Jahr Wert auf die ursprünglichen Stärken dieser Autos. Bei Citroën wurde André Lefèbvre, der Vater des Traction Avant, 2 CV und DS, gefeiert. Genau diesen drei Fahrzeugtypen wurde je eine Klasse gewidmet. Auch für Bentley wurden zwei Klassen anlässlich ihres Jubiläums definiert, die erste fasste die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zusammen, die zweite die Nachkriegszeit. Besonders eindrücklich in der Aufstellung war der Bentley Mark VI Cresta II von 1951, der den Klassensieg einheimste. Bei Bugatti galt eine Klasse den Sport- und Rennwagen von Ettore Bugatti, die Zweite wurde mehr den Tourenwagen gewidmet. Leider fehlten einige der angekündigten Wagen, dennoch waren die Grand-Prix-Modelle der Typen 35, 51, 54 und 59 vor Ort. Leider erlitt das Delahaye 135 M Coupé von 1938 einen Motorschaden und konnte nicht in die zusammen mit Henyry Chapron geteilte Klassenwertung aufgenommen werden. Etwas im Schatten dieser eleganten Fahrzeuge standen die vier Mini-Derivate, die in einer eigenen Klasse den 60. Markengeburtstag feierten. Klassenbester war ein Mini 1000 als Model Stripey von 1975.  


Auch für Musikliebhaber

In diesem Jahr wurden am Concours d’Élégance Suisse Autos nicht nur nach ihrer Authentizität, ihrem Erhaltungszustand oder Design bewertet, sondern auch nach ihrem Sound. Eine Neuheit, von der der Gründer des Concours, Mathias Doutreleau (Bild), hofft, dass sie von anderen Veranstaltungen aufgegriffen wird.

Revue Automobile: Ausser den zahlreichen Jubiläen dieses Jahr, welchen neuen Blickwinkel gab es für diese vierte Ausgabe?
Mathias Doutreleau: Zur Verstärkung der Authentizitäts-Jury, die die erhaltene und restaurierte Qualität bestimmt, bewertet die Eleganz-Jury die Linienführung und Formen der Autos, die von Herstellern und Handwerkern kreiert wurden. Diese zweite Jury besteht aus Designern, wobei die Punktevergabe mit der anfänglichen Einstufung verrechnet wird.

Möchten Sie ausser mit der Qualität und der Schönheit der Autos auch andere Sinne ansprechen?
Nach der optischen Bewertung der Begutachter mit dem Spezialisten von Bose werden wir die Melodie der Motoren aufzeichnen. Der Sound spricht die Ohren der Fans sofort an. So erkennt man einige Marken am Sound ihrer Motoren. Die Jury bewertet diese Autos blind. Es ist eine grosse Premiere, die hoffentlich von anderen Concours aufgegriffen wird.

Woher kommen die Autos des Concours 2019?
68 Prozent der 90 Autos kommen aus der Schweiz und werden auch nicht ausserhalb unserer Grenzen gezeigt. Die Vorkriegsautos und die Nachfolgemodelle sind hier gut vertreten. Die kommenden Klassiker des Zeitraums 1970 bis 1985 haben ebenso ihre Kategorie. Die aktuellen Supercars werden ausserhalb des Concours gezeigt.

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